Wir träumten jeden Sommer
Anna, Kamila und Justyna stammen aus dem polnischen Örtchen Kielce. Anna verschlägt es schon als Siebenjährige mit den Eltern in die USA, während die unscheinbare Kamila die Eltern nach der Wende alleine ziehen lässt - und die lebenshungrige Justyna
zuhause das Sterben der todkranken Mutter erträgt. Über viele Jahre hinweg verbringen die drei wunderbare Feriensommer gemeinsam am See, den Duft von Heu und Holzfeuern in der Nase, teilen Kindheit und Jugend, Klamotten und Jungs, Träume und Sehnsüchte und beginnen mit dem Erwachsenwerden, sich langsam zu verlieren. Anna kämpft in New York mit dem Leben und der Liebe, Kamila heiratet ihren Jugendfreund, um erst nach entbehrungsreichen Jahren sein Schwulsein zu entdecken, während Justina schwanger die Schule abbrechen muss und als zu junge Mutter nur schwer mit dem Alltag zurechtkommt. Geplatzte Träume, die sie voreinander verheimlichen, bis ein tragisches Ereignis alle drei wieder zusammenführt und sie gemeinsam dem Leben erneut die Stirn bieten. - Ein Roman ums Erwachsenwerden in den späten 80ern und 90ern, von deutlicher Sprache, Stil und Inhalt her für das entsprechende Lesepublikum gut geeignet! (Übers.: Isabel Bogdan)
Elisabeth Bachthaler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wir träumten jeden Sommer
Dagmara Dominczyk
Insel-Verl. (2014)
285 S.
fest geb.