Die Schule der Mitternachtswelt
Simeon, ein Halbvampir, ist neu an der Mitternachtsschule und irritiert durch die ganz unterschiedlichen Typen aus der Mitternachtswelt, die hier zusammen unterrichtet werden. Bald verschwinden ein Zimmermitbewohner und weitere Schüler. Der Verdacht
fällt auf Eir, eine Werwölfin. Die Lehrerschaft scheint nichts zu unternehmen. Simeon und seine Freunde ermitteln auf eigene Faust. Dabei kommen sie einer Verschwörung auf die Spur, durch die die Kobolde das lebenswichtige Thaum rarmachen. Nur die Überwindung der alten Feindvorstellungen kann die Schule der Mitternachtswelt retten. – Die Autorin hat ihre Erzählung in einer Fantasywelt angesiedelt, die zum Teil Ähnlichkeit mit Gebäuden in der Stadt Colmar hat. Ziel der Geschichte ist zu vermitteln, dass der äußere Eindruck eines Wesens (Menschen) täuschen kann und Vorurteile hervorbringt bzw. tradierte Feindbilder verstärkt. Gerade durch die ungewöhnliche Gestalt mancher Mitternachtsschüler gibt die Geschichte auch Impulse, rassistische Vorstellungen, die weitgehend auf Körpermerkmalen beruhen, zu hinterfragen.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Schule der Mitternachtswelt
Maëlle Desard ; aus dem Französischen von Anne Gabler
Insel Verlag (2024)
379 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10