Papst Franzsikus
Wer ist der neue Papst? Und was will er? Wer sind seine Gegenspieler? Diese Fragen treiben Journalisten und viele Katholiken seit jenem denkwürdigen 13. März 2013 um, als der bis dahin kaum bekannter Kardinal aus Argentinien seine Amtszeit mit einem
schlichten "Buona sera!" begann. Die Analysen, Reportagen und Interviews aus der Wochenzeitung "Die Zeit", aus der Rubrik "Glauben & Zweifeln" und der Beilage "Christ & Welt" (die stolzen Reste des Rheinischen Merkur), suchen nach Antworten auf diese Fragen und befassen sich mit weiteren Themen wie der Kurienreform und der Familiensynode. Das Cover wirkt auf den ersten Blick reißerisch, die Frage "Gelingt die Revolution?" zu plakativ. Doch es greift ein Zitat von Kardinal Kasper auf, der Papst Franziskus einen "Revolutionär der Liebe und Barmherzigkeit" genannt hat. Der Grundton des Buches ist zustimmend bis begeistert, wenngleich kritische Beiträge nicht fehlen. Auch weil sie aus der Feder unterschiedlicher Journalisten/innen (Christiane Florin, Evelyn Finger, Patrik Schwarz u.a.) stammen, entsteht ein differenziertes Bild von Papst Franziskus und seinen ersten beiden Amtsjahren. Das Buch bietet eine interessante Momentaufnahme und ist schon für kleinere Büchereien empfehlenswert.
Christoph Holzapfel
rezensiert für den Borromäusverein.
Papst Franzsikus
hrsg. von Patrik Schwarz
Camino (2015)
239 S.
fest geb.