Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?
Die Arbeitswelt der letzten Jahrzehnte verursacht angesichts Corona, Klimakrise und Kriegszeiten viele Probleme für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen. Sara Weber, die sich als Journalistin intensiv mit Arbeit, Digitalisierung und Wirtschaft
beschäftigt, hat einen genauen Blick auf viele Bereiche, die unsere Arbeit negativ beeinflussen, geworfen. Ob es gewünschte reduzierte Arbeitszeiten sind oder eine Umorganisation zu mehr Arbeit von Zuhause aus, nicht zu vergessen die dringend erforderliche Umorganisation von Sorge- und Pflegearbeit, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, was Bezahlung, Arbeitszeiten und Organisation betrifft, die Ausbeutung durch schlecht bezahlte Jobs, die die soziale Schere zwischen Arm und Reich noch stärker öffnet, bis hin zu klimaschonendem Wirtschaften und dem Wunsch vieler Arbeitnehmer, einem Beruf mit Freude und Leidenschaft nachzugehen. Der klare und eindringliche Blick der Autorin auf die Arbeitswelt, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz, geben einen beeindruckenden Einblick nicht nur auf Probleme in der Arbeitswelt, sondern auch auf Lösungsmöglichkeiten. - Ein wichtiger Beitrag zur Bewusstmachung der Arbeitswelt, in der wir leben, und wie die Zukunft menschenwürdig gestaltet werden kann. Breit empfohlen für alle Büchereien.
Annemarie Schreibert
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten?
Sara Weber
Kiepenheuer & Witsch (2023)
237 Seiten
fest geb.