Muslimisch-jüdisches Abendbrot
Die Beziehungen zwischen Juden und Muslimen waren schon von jeher konfliktbeladen, doch seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel stehen sich die Lager scheinbar unversöhnlich gegenüber. Dem möchte das gemischtreligiöse Ehepaar Cheema Mendel
etwas entgegensetzen und erzählt aus seinem Alltag. Vorbehalte erlebten sie auf beiden Seiten, insbesondere als es um die Religion des ersten Kindes geht. Und es stellt sich die Frage: Kann man gleichzeitig Muslim und Jude sein? Für die meisten aktuellen Themen wie z. B. Identitätspolitik, migrantisches Leben in Deutschland, die Transgender-Debatte im Judentum und Islam, die Auseinandersetzung mit typisch deutschen Gepflogenheiten, findet sich meist eine Möglichkeit, unterschiedliche Ansichten in Einklang zu bringen. Lesenswert und unterhaltsam, für ausgebaute Bestände geeignet. Siehe auch Hassoun/Hoffmann „Trialog“ (in diesem Heft).
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Muslimisch-jüdisches Abendbrot
Saba-Nur Cheema, Meron Mendel
Kiepenheuer & Witsch (2024)
205 Seiten
fest geb.