Lets talk about feelings
Marian Flanders ist Inhaber einer eigenen Mode-Boutique. Seine Mutter war in jungen Jahren ein erfolgreiches Model. Er hat sich immer sehr gut mit seiner Mutter verstanden. In den letzten Jahren hat er sich allerdings mehr um sein eigenes Leben gekümmert.
Als ihn der Anruf erreicht, dass seine geliebte schwerkranke Mutter verstorben ist, übermannt ihn erstmal die Trauer. Nach der etwas anderen Beerdigung wird er von verschiedensten Gefühlen heimgesucht. Er ist Single und ausgerechnet jetzt verliebt er sich in die verheiratete Hausärztin seiner Mutter. Nebenbei erfährt er, dass seine Ex-Freundin, die nie Kinder wollte, nun glücklich schwanger ist. Und zu allem Überfluss bändelt sein bester Freund mit seiner Schwester an. Alle scheinen ihr Leben ungerührt weiterzuleben, während Marian einige Reisen unternimmt, um seine Trauer zu verarbeiten und sich selbst zu finden. – Die Leser:innen begleiten Marian im Trauerjahr nach dem Tod seiner geliebten Mutter. Er vermisst sie schrecklich, erfährt aber auch einige neue Dinge über sie. Zum Glück hat er Geschwister, Freunde und Mitarbeiter:innen, die für ihn da sind. Auf seinen Reisen hat er viel Zeit zum Nachdenken und findet zu sich selbst. Er kann eben doch mehr als der Sohn der berühmten Carolina Flanders sein. – Das Buch ist flüssig zu lesen und trotz des schweren Themas unterhält uns der Autor mit seinem lockerleichten Schreibstil. Marian macht eine interessante Wandlung im Buch durch und verschiebt seine Prioritäten. Ein Buch über Verlust, Trauer, Gefühle, Liebe und Familienbande. Für alle Büchereien zu empfehlen.
Melanie Bremer
rezensiert für den Borromäusverein.
Lets talk about feelings
Leif Randt
Kiepenheuer & Witsch (2025)
305 Seiten
fest geb.