Das Leben fing im Sommer an

Der 15-jährige Chris möchte Profi-Fußballer werden, cool sein und Debbie, das schönste Mädchen der Schule, für sich gewinnen. Aber er kämpft mit Unsicherheiten, Pickeln und anderen Unzulänglichkeiten. Mit seinen Freunden hängt er abends auf Das Leben fing im Sommer an dem Dach der alten Scheune, tagsüber im Schwimmbad ab. Oft zögert er, statt zu handeln, und fühlt sich umso jämmerlicher, je mehr er den Coolen spielt. Dann setzt er sich in ein Auto und tourt – 15-jährig und ohne Führerschein – mit seinem Freund nach Düsseldorf. Er fühlt sich wie fremdgesteuert und kann, obwohl sein Gewissen sich meldet, doch nicht zurück. – Dem Autor Christoph Kramer, Profi-Fußballer, gelingt es in seinem Debüt, das Erleben eines pubertierenden Jungen kenntnisreich und mit Blick auf die kleinen Dinge einzufangen, sodass Lesende sich schnell in die Situation einfühlen können. Allerdings werden die quälenden Tage des jungen Chris auch für die Rezensentin mitunter quälend. Jugendliche in dieser Lebensphase, die ebenso auf der Suche sind, können sich aber durchaus verstanden fühlen.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Leben fing im Sommer an

Das Leben fing im Sommer an

Christoph Kramer
Kiepenheuer & Witsch (2025)

248 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 754170
ISBN 978-3-462-00798-5
9783462007985
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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