Blackhouse
Fionnlagh Macleod von der Kriminalpolizei in Edinburgh wird in seine Heimat nach Crobost auf der Isle of Lewis vor der Küste Schottlands geschickt, um dort einen Mord aufzuklären, der Parallelen zu einem Fall in Edinburgh aufweist. Fin steckt nach
dem Unfalltod seines Sohnes und der bevorstehenden Trennung von seiner Frau in einer tiefen Krise, zu der nun die Begegnung mit seinem früheren Leben kommt. Sein bester Freund aus Kinderzeiten, Artair, ist mittlerweile Alkoholiker und mit Fins Jungendliebe Marsaili verheiratet. Hinzu kommt, dass der Ermordete, Angus Macritchie, genannt Angel, ein bekannter Schläger war, mit dem auch Fin schlechte Erfahrungen gemacht hat. Im Laufe der Ermittlungen kommt Fin einem dunklen Geheimnis seiner Kindheit auf die Spur. May nutzt das Genre des Kriminalromans, um in der Rückschau die Geschichte von Fins Kindheit und Jugend zu erzählen, und durch den Kontrast mit der Gegenwart die Brüche im Leben der Figuren deutlich zu machen. Ein beeindruckender Roman über Schuld, Liebe und Hass, der in einer großartigen Landschaft angesiedelt ist. (Übers.: Anke u. Eberhard Kreutzer)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Blackhouse
Peter May
Kindler (2011)
461 S.
fest geb.