Das Altersheim kann warten

Die drei, auf unterschiedliche Weise mit dem Thema Digitalisierung befassten Autorinnen verfolgen mit diesem Sachbuch das Ziel, die Möglichkeiten und Chancen moderner digitaler Technologien für alte Menschen auszuloten und aufzuzeigen. Einführend Das Altersheim kann warten wenden sie sich zunächst gegen ein pauschales Bild und Klischees vom Altwerden. So verschiedenartig die jeweilige Lebenssituation aufgrund mancherlei physischer und psychischer Einschränkungen auch ist, vorrangig ist zunächst ein möglichst autonomes und selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld. Unter häufigem Rückgriff auf drei fiktive Fallbeispiele konkreter Personen werden verschiedene, bereits auf dem Markt befindliche oder kurz vor einer Marktreife stehende Technologien (z.B. KI, Intelligente Assistenzsysteme, Sprachassistenten, Virtuelle Realität und Robotik) auf ihre Chancen und Möglichkeiten betrachtet, einzelne Menschen in ihrer konkreten Situation zu unterstützen und bei ihrem Pflegebedarf zu helfen. Abschließend erfolgt ein Blick auf die derzeit bestehenden Hemmnisse und Schwierigkeiten beim Einsatz dieser Technologien. Als Wegweiser bietet das Buch somit einen sehr laienverständlichen Einblick und eine kompakte Übersicht zu diesem Thema, die allerdings ein wenig behäbig wirkt, da der Lesende sich durch häufige Zusammenfassungen des bisher Gesagten und Vorschauen auf das Kommende von den Autorinnen permanent an die Hand genommen fühlt. Gedacht ist der Titel wohl vorrangig für alle Interessierten, die vielleicht selbst pflegebedürftige ältere Menschen betreuen. Das Buch wird daher in allen KÖBs interessierte Leser:innen finden.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Altersheim kann warten

Das Altersheim kann warten

Bettina Horster, Gesa A. Linnemann, Linda-Elisabeth Reimann
Kösel (2024)

224 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 619926
ISBN 978-3-466-34823-7
9783466348237
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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