Der kleine Hirtenjunge
Die Autorin ist eine taiwanesisch-amerikanische Künstlerin, die sich auf die zeitgenössische chinesische Gongbi-Malerei spezialisiert hat. Ganz diesem Kulturkreis verpflichtet, geht es auch in dieser reich illustrierten, poetischen Geschichte voller
Lebensweisheiten darum, was das Leben eigentlich ausmacht. Da gibt es den kleinen Hirtenjungen, dessen Figur vom Taoismus inspiriert ist, der seinen Ochsen, der für den Buddhismus steht, nach Hause bringt. Unterwegs begegnen sie einem Kaninchen, das lebhaft und fleißig ist und für den Konfuzianismus steht. In ihrer Unterhaltung geht es um wichtige Fragen des Lebens, um Liebe, um Selbsterkenntnis, um Mitgefühl, Gelassenheit, Lebensfreude, Freundschaft und Glück. Der in großer Schrift gedruckte, relativ kurze Text ist voller Lebensweisheiten. So heißt es einmal "Es kommt nicht darauf an, wie viel wir tun, sondern wie sehr wir lieben" oder "Das ist die größte Herausforderung im Leben: Sich der Ungerechtigkeit der Welt bewusst zu sein, ohne das eigene innere Leuchten zu verlieren." Empfohlen für alle Sinnsucher und Freunde östlicher Philosophie von der Jugend bis ins hohe Erwachsenenalter.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der kleine Hirtenjunge
Regina Linke ; aus dem Englischen von Carina Tessari
Kösel (2024)
[unpaginiert]
fest geb.