Viele Steine bilden einen Weg
Schon als Kind spürte Judy, später Schwester Marya, eine besondere Verbindung zur Natur und zu den Menschen, die vor ihr an ihrem Heimatort lebten. Katholisch erzogen wählt sie das Kloster und hofft, auf diesem Weg ihre Erfüllung zu finden. Als
sie als Lehrerin zu dem Volk der Crow versetzt wird, öffnet sie ihr Herz schnell für die Menschen, ihre Rituale und ihre Spiritualität. Im respektvollen Umgang mit der Natur findet sie in den Indigenen Seelenverwandte. Ein Höhepunkt des Vertrauens und der Akzeptanz ist für sie die Adoption durch eine Crow Familie. Nach einigen Jahren wird sie vom Mutterhaus für ein Studium vorgeschlagen, und nur widerwillig verlässt sie die Crow. Schwester Marya nutzt jede Gelegenheit, zu lernen, und spirituell zu wachsen. Sie kennt dabei keine Tabus, hinterfragt Althergebrachtes und scheut sich nicht, in Konfrontation zu ihrem christlichen Glauben zu gehen. – Eindrucksvolles Zeugnis eines besonderen Lebenswegs – breit empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Viele Steine bilden einen Weg
Marya Grathwohl ; aus dem Englischen von Judith Elze
Kösel (2024)
335 Seiten : Illustrationen
fest geb.