Einsteins Versprechen
Wieso er jetzt plötzlich durch die halbe Welt reist und sich nun in einer einsamen Höhle mitten in der Wüste wiederfindet, ist Javier rückblickend gar nicht so klar. Eigentlich ist er Drehbuchautor, aber plötzlich geriet er in einen merkwürdigen
Zirkel von Einstein-Fans, die herausfinden wollen, was Einstein in seinen letzten Lebensjahren getrieben hat. Für einen Forscher hat er in dieser Zeit nämlich reichlich wenig publiziert. Doch die Suche scheint gefährlich, denn bereits zwei Mitglieder dieses Zirkels wurden auf brutale Weise getötet. Zusammen mit der Einsteinbiografin Sarah, eine weitere sehr undurchsichtige Person in diesem Kreis der Verdächtigen, folgt Javier einer komplizierten Spur und steht vor vielen Rätseln: Was hat es mit der Formel e = ac2 auf sich? War es ein Schreibfehler der Relativitätstheorie? Für was steht a? Hatte Einstein tatsächlich eine uneheliche Tochter, die die Antwort auf diese Fragen wissen könnte? Eine spannende Suche in physikalischen und emotionalen Welten beginnt. - Mit poetischen Bildern, gefühlvollen und doch nicht kitschigen Worten gelingt den Autoren Rovira und Miralles eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der die Biografie eines Physikgenies und die große Wissenschaft der Liebe aufeinandertreffen. Gespannt verfolgt der Leser die Suche der Protagonisten, erschrickt über manch unerwartete Wendung und kann sich zugleich sinken lassen in eine gefühlvolle Beweisführung für die Liebe. Ein Buch, das verliebt macht. (Übers.: Maria Hoffmann-Dartevelle)
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Einsteins Versprechen
Àlex Rovira ; Francesc Miralles
List (2011)
382 S.
fest geb.