Wo meine Heimat ist
Von Sigune aus dem Saarland erhielt die bekannte Autorin auf dem Postweg Unterlagen mit der Bitte, ein Buch daraus zu machen. Nach mehreren persönlichen Kontakten kamen die beiden sich näher und nun ist das Buch fertig. Sigune, 1959 geboren, wuchs
bei den Großeltern inmitten vieler Tiere auf einem Bauernhof behütet auf, während ihre Eltern mehr der Theaterwelt zugetan waren. Sigunes großer Wunsch, einmal Bäuerin zu werden, fand mit dreizehn Jahren ein jähes Ende, als ihre Eltern sie auf die Show-Bühne zerrten. Hier erzählt sie von ihrer glücklichen Kindheit, von ihrem Erwachsenwerden und ihren vielen Problemen; dann berichten ihre Großmutter Lina und ihr Vater Helmut aus deren Sicht, und auch Auszüge aus dem Tagebuch von ihrer Mutter Sylvia finden Erwähnung. Kriegszeiten, freudige Ereignisse und Katastrophen werden wach. Sigune wird (wie schon vorher andere Buchtitel-Frauen) zur Heldinnenfigur - eine tatkräftige Persönlichkeit, die sich konsequent ihren Platz im Leben erkämpft. Die vielen romanartigen Ausschmückungen der Autorin werden durch reale Daten und einen abgedruckten Stammbaum zurechtgerückt. Für Freunde interessanter Lebensbilder zur Unterhaltung gut geeignet.
Georg Roth
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wo meine Heimat ist
Roswitha Gruber
Rosenheimer (2016)
269 S.
fest geb.