Kleiner Drache will der Größte sein
Der kleine Drache Finn freut sich auf das Drachenkinder-Ferienlager, und damit ihn dort alle mögen, nimmt er sich vor, überall der Beste zu sein. Im Lager kündigt Betreuer Tom den Drachenkindern viele Spiele an. Beim Feuerspeien drängelt sich Finn
aufgeregt an allen vorbei an die Spitze der Schlange, um zu zeigen, wie gut er Feuer speien kann, doch ein anderes Kind ist viel besser. Er schafft es auch nicht, ein ordentliches Lager zu bauen, doch bei der Schatzsuche findet er den Schatz als Erster - aber nur, weil er den vorgegebenen Weg verlassen hat, und das finden die anderen Kinder gar nicht toll. Beim Brotbacken macht er stolz alles alleine und lässt niemanden helfen - da lassen ihn die anderen beim Mittagessen alleine sitzen. Finn versteht nicht, was er falsch gemacht hat, doch Betreuer Tom erklärt ihm, dass er nicht überall der Beste sein müsse, er solle einfach er selbst sein. Und tatsächlich, als Finn nicht mehr versucht, etwas Besonderes zu sein und einfach nur mit den anderen mitspielt, findet er auf einmal viele Freunde. - Liebevoll und witzig erzählt Robert Starling, wie der Wunsch, Freunde zu finden, den kleinen Drachen als Angeber und Aufschneider dastehen lassen - und wie er den Mut findet, zu sich selbst zu stehen. Die farbenfrohen und lebendigen Illustrationen ergänzen den Text sehr einfühlsam und lustig. - Ein Bilderbuch-Muss für alle Büchereien!
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kleiner Drache will der Größte sein
Robert Starling
Thienemann (2019)
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3