Der Letzte macht das Licht aus
Heute ist davon auszugehen, dass die fossilen Energie-Ressourcen in 100 bis 200 Jahren praktisch zu Ende sein werden. Der Mensch hat immer nach der billigsten Energieform gesucht und damit gelebt - und dies wird wohl auch weiter so bleiben. Die alternativen
Energiequellen (Sonne, Wind, Wasser) und der Kernenergie (Entsorgungsproblem u.ä.) zu nutzen, erweist sich nun aber um ein Vielfaches teurer, die Umweltbedingungen verändern sich bekanntermaßen auch nachteilig: Wie gehen wir mit diesem massiven Problem um, wie werden die sich so entfesselnden ökonomischen Kräfte das Leben später gestalten? Robert Laughlin (Nobelpreisträger und Professor für Physik an der Stanford University) gestaltet sein Buch aus einer Science-Fiction-Perspektive und schildert gedachte Begegnungen zwei Jahrhunderte nach uns. Es ist ein Großteil des Kommenden durch die physikalischen Gesetze so eingeschränkt, dass es jetzt fast schon als vorgegeben gelten darf. - Das teilweise auch etwas nach schwarzem Humor (nur scheinbar!) klingende Buch ist ein erstklassiger Denkanstoß aus berufenem Munde und Verantwortungsapell an uns alle. Fundierte und detaillierte Anmerkungen beanspruchen ganze zwei Fünftel dieses Buches (160 Seiten) und dienen der Illustration der 11 Kapitel. Empfehlenswert.
Gertraud Roth
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Letzte macht das Licht aus
Robert B. Laughlin
Piper (2012)
400 S.
fest geb.