Der Mann im Wald
In den 1980er Jahren studiert Wolfgang Ködel Maschinenbau, bricht sein Studium jedoch kurz vor dem Examen ab. Er bekommt eine gut bezahlte Stelle bei Siemens und gründet schließlich mit seinem Kollegen Mike und einem weiteren Teilhaber eine eigene
Firma, 'Fabricamus', die mit neuester Laser-Technologie Werkstücke anfertigt. Die Geschäfte laufen gut und die Firma expandiert. Doch als sich Mike mehr und mehr zurückzieht, übernimmt Ködel immer weitere Aufgaben. Anfang 2000 geht es bergab und 'Fabricamus' schlittert in den Konkurs. Ködel kehrt - physisch und psychisch am Ende - der Zivilisation den Rücken zu und versteckt sich mit einfacher Ausrüstung in einem Wald, wo er fast ein Jahr lang lebt. Gemeinsam mit Sabine Eichhorst erzählt er seine Lebensgeschichte anhand markanter Wendepunkte und kombiniert sie mit seinen Erfahrungen in der Einsamkeit des Waldes. Es ist die Geschichte eines Mannes, der nach vielen Jahren existenzieller Ängste zurückfindet zu sich selbst und den grundlegenden Werten menschlichen Lebens. - Eine packende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Ehrlich und voller Poesie.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Mann im Wald
Wolfgang Ködel ; Sabine Eichhorst
Piper (2016)
235 S.
kt.