LiES. Das zweite Buch
Literatur ohne literarische Sprache ist der Anspruch dieser Sammlung von Kurzgeschichten. Mal ist es eine Auseinandersetzung mit dem verstorbenen Vater, mal mit der Frage nach mehr oder weniger wertvollem Beruf. Auch eine Flucht aus der DDR und die
Ausreise aus der Ukraine gehören zu dem Repertoire, das aktuelle, zeitlose und vergangene Ereignisse zum Ausgangspunkt der Erzählung nimmt. Auch wenn komplexe Gedankengänge sprachlich vereinfacht werden, gelingt es mehr oder weniger erfolgreich, den Lesenden teilhaben zu lassen. Sicher sind die Geschichten geeignet für Menschen mit anderen sprachlichen Wurzeln und für ungeübte Leser. Vertraut werden mit der deutschen Schriftsprache könnte mit dieser Sammlung gelingen. Es ist vermutlich Beratung erforderlich, um den passenden Leserkreis zu erschließen, wenn nicht schon mit Band 1 (BP/mp 20/715) geschehen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
LiES. Das zweite Buch
Hauke Hückstädt (Herausgeber) ; Geschichten von Annette Pehnt [und 11 weiteren]
Piper (2023)
250 Seiten
fest geb.