Aus Stille geformt
Die Lektüre dieses Buches erfordert nicht nur Fähigkeit zur Kontemplation, Geduld und Bedachtsamkeit von den Leser:innen, die von den Protagonisten Friedrich und Akiko sehr geschätzt werden. Sehr detailliert werden das Töpfern mit seinen Arbeitsgängen
und das Brennen der Werkstücke sowie die nötige Geduld und Liebe zu diesem Handwerk beschrieben. Der im Bregenzerwald eher einsiedlerisch lebende Friedrich nimmt eine japanische Praktikantin auf, die die besondere Technik des Brennens im Holzofen bei ihm erlernen möchte. Sie werden immer vertrauter im Umgang miteinander und beide erkennen mit der Zeit, dass sie mehr verbindet als nur die Liebe zur Töpferkunst. Ihrer beider gegenwärtiges Leben hat seine Wurzeln im fernen Japan. – Ein auch sprachlich sehr ansprechender Roman, der nicht nur die Arbeitsabläufe des Töpferhandwerks akribisch beschreibt, sondern auch die Natur sowie die Protagonisten feinsinnig und liebevoll zum Leben erweckt. Künstlerisch und kulturell interessierten Leser:innen sehr zu empfehlen.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Aus Stille geformt
Ingrid Kloser
Piper (2025)
222 Seiten
fest geb.