Die sieben Monde des Maali Almeida
Als Kriegsfotograf im Bürgerkrieg Sri Lankas ist Maali Almeida normalerweise unerschrocken, doch als er eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass er tot ist, überfordert ihn diese Situation zunächst ganz enorm. Er begegnet allerlei finsteren
Gestalten und mythischen Wesen, muss Formulare ausfüllen, sich verschiedenen Reinigungsprozessen unterziehen und es bleiben ihm nur 7 Monde, um herauszufinden, wie und warum er zu Tode gekommen ist. Eine schier unmögliche Aufgabe, die Maali dennoch beharrlich verfolgt. - Anstelle von direkter Kritik an den Verantwortlichen des grausamem Bürgerkrieg Sri Lankas verlegt der Autor die Handlung und damit seine Botschaft in die Zwischenwelt, die von zahlreichen furchterregenden und zwielichtigen Gestalten bevölkert wird, welche im Anhang sämtlich mit Namen aufgeführt werden. - Herausfordernde Lektüre, die durch sprachliche Brillanz begeistert. Für viele Büchereien geeignet.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Die sieben Monde des Maali Almeida
Shehan Karunatilaka ; aus dem Englischen von Hannes Meyer
Rowohlt (2023)
541 Seiten
fest geb.