Der Tod, der am Dienstag kommt
Nach Erhalt ihres Erbes ist Annie in das Haus ihrer verstorbenen Großtante eingezogen. Als es langsam auf den Winter zugeht, nimmt ihre Einsamkeit allerdings immer mehr zu und sie kann sich nicht so recht entscheiden, ob ein Leben auf dem Land wirklich
das Richtige für sie ist. Zusätzlich ist sie in dem kleinen Städtchen Castle Knoll äußerst unbeliebt, da sie nach wie vor über die Akten mit den Geheimnissen der Bewohner verfügt, die ihre Großtante einst angelegt hat. Als sie dann auch noch in den Mordfall der Wahrsagerin Peony Lane verwickelt wird und die Polizei sie zur Hauptverdächtigen erklärt, wird es höchste Zeit, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und eigene Nachforschungen anzustellen. Wie schon im ersten Band des "Mörderarchivs" (in BP/mp nicht besprochen) zieht sie hierfür ein Tagebuch ihrer Großtante zu Rate, wodurch der Kriminalroman in zwei Zeitsträngen erzählt ist. Da beide für sich genommen sehr interessant sind, entsteht beim Lesen eine Sogwirkung und besonders gegen Ende des Buches wird Spannung aufgebaut. Insgesamt also ein sehr gelungener Folgeband, der sowohl in der Handlung als auch im Erzählstil nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Tod, der am Dienstag kommt
Kristen Perrin ; aus dem Englischen von Susann Rehlein
Rowohlt Polaris (2025)
Das Mörderarchiv ; [2]
350 Seiten
kt.