Herzgewalt

Jens Mollenhauer hat bis zu seiner Pensionierung als Polizist und Jugendschützer gearbeitet und die Jugendschutzeinheit der Hamburger Polizei geleitet. Hier erzählt er von seiner Arbeit, bei der er den unterschiedlichsten auffälligen Kindern und Herzgewalt Jugendlichen begegnet, und Eltern, die sich nicht für ihre Kinder interessieren. Kindern, die in einer lieblosen und trostlosen Umgebung aufwachsen, aber auch jugendlichen Opfern, die Gewalt und Drangsal erfahren haben. In Fallbeispielen wird deutlich, warum Kinder bereits in jungen Jahren durch Vernachlässigung und falsche Vorbilder „Herzgewalt“ erfahren und warum ein möglichst gewaltfreier Umgang immer die bessere Entscheidung ist. Aufgrund seiner eigenen Vergangenheit – Mollenhauer war selbst als Jugendlicher auffällig – war ihm ein empathischer Umgang mit Kindern und Jugendlichen immer wichtig. – Das Buch zeigt eindringlich auf, dass vor allem im Elternhaus die Grundsteine für kriminelle Entwicklungen gelegt werden, aber auch, dass es nicht genug Möglichkeiten gibt, Kindern und Jugendlichen adäquate Angebote zu einer Umorientierung aufzuzeigen. Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht. Gern empfohlen.

Annemarie Schreibert

Annemarie Schreibert

rezensiert für den Borromäusverein.

Herzgewalt

Herzgewalt

Jens Mollenhauer mit Nicola Fischer und Axel Fischer
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2023)

284, [8] Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
kt.

MedienNr.: 617569
ISBN 978-3-499-01320-1
9783499013201
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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