Sörensen geht aufs Haus
Kriminalhauptkommissar Sörensen, dessen Vorname nie genannt wird, liebt keine Veränderungen. Schon gar nicht, wenn seine Kollegin Jennifer Holstenbeck plant, die gemeinsame Wache zu verlassen. Zudem musste Sörensen seinen krebskranken Vater zu Hause
aufnehmen. In diese für Sörensen aufwühlende Situation wird er zu einem Streit zwischen Nachbarn in einem Doppelhaus gerufen. Der ältere Nachbar will auf dem Grundstück des jüngeren Nachbarn menschliche Knochen gefunden haben. Als Sörensen die Sache mit dem jüngeren Nachbarn klären will, steht er an der Haustür seinem einstigen Schulfreund Tobias Schiefelbein gegenüber, den er nach der Schulzeit aus den Augen verloren hatte. Schon bald steht der Verdacht im Raum, dass die Knochen die sterblichen Überreste eines vor Jahren verschwundenen Mädchens sind. – Der Antiheld Sörensen mit seiner Angststörung bewegt sich mit den gewohnt unfreiwillig witzigen Dialogen durch die Geschichte. Auch der Versuch, per Dating App die Liebe seines Lebens zu finden, hat komische Seiten – und nimmt eine überraschende Wende. Durch Rückblenden in Sörensens Kindheit und Jugendzeit erhält die Figur Tiefe. Für alle Fans von Sörensen (zul. „Sörensen macht Urlaub“, BP/mp 25/119) und die, die es noch werden wollen.
Helmut Lenz
rezensiert für den Borromäusverein.
Sörensen geht aufs Haus
Sven Stricker
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2026)
524 Seiten
kt.