Der Wolkenatlas

Über mehrere Jahrhunderte vom 19. Jh. bis in die weite Zukunft, über verschiedene Kontinente und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen spielt dieser phänomenale Roman, dessen sechs Teile zudem noch in jeweils eigenen Stilarten geschrieben sind. Der Wolkenatlas Alles beginnt im Stil Melvilles in der Südsee, wo ein amerikanischer Rechtsanwalt in seinem Tagebuch erschütternde Erlebnisse schildert. Auf eine in den 1920er Jahren handelnde Künstlergeschichte folgt ein Thriller, der im Kalifornien zur Zeit Reagans angesiedelt ist. Über eine Episode in London geht es in die nahe Zukunft, in der eine geklonte koreanische Bedienung in einem Schnellimbiss aus der Rolle fällt. Im 25. Jh., nach dem Untergang der menschlichen Zivilisation, vegetieren letzte Überlebende ohne Schriftkenntnis dahin. - So disparat auch die einzelnen Sequenzen sind, sind sie doch alle auf verblüffende Weise miteinander verbunden. Das klingt kompliziert, aber dennoch werden viele Leser von diesem fesselnden Roman trotz seiner eher düsteren Gesellschaftsvision begeistert sein. (Übers.: Volker Oldenburg)

Dietmar Adam

Dietmar Adam

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Wolkenatlas

Der Wolkenatlas

David Mitchell
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2012)

rororo ; 24036
667 S.
kt.

MedienNr.: 275295
ISBN 978-3-499-24036-2
9783499240362
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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