Irgendwo im Glück
Irland in den 1990er Jahren. Maisie Bean hat ihren gewalttätigen Mann vor Jahren verlassen und lebt mit ihren Kindern im Haus ihrer dementen Mutter. Oft am Rande ihrer Kräfte, versucht sie, allem gerecht zu werden und zusätzlich genügend Geld zu
verdienen. Da bringt eine Einladung zum Essen die mühsam aufgebaute Normalität gehörig ins Wanken. Maisies Tochter hat Angst vor einer Veränderung und terrorisiert die Mutter, während den Sohn Jeremy ganz andere Probleme plagen. Er ist heimlich in seinen besten Freund Rave verliebt und befürchtet, bloßgestellt zu werden. Als Jeremy und Rave verschwinden, droht Maisies Leben von heute auf morgen wieder zum Albtraum zu werden. - Obwohl hier Themen wie häusliche Gewalt und Ausgrenzung im Mittelpunkt stehen, ist es der Autorin gelungen, die richtige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und leichter Unterhaltung zu finden. Eine aufwühlende Geschichte, sanft erzählt, für viele Leser/innen geeignet. (Übers.: Sabine Längsfeld)
Julia Heß
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Irgendwo im Glück
Anna McPartlin
Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (2016)
rororo ; 27223
458 S.
kt.