Die Diebin der vielen Gesichter
Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater ist Ista in den dunkelsten Ecken von Shelwich unterwegs. Die meisten Menschen dort haben eine besondere magische Fähigkeit, die von den Gezeiten abhängig ist. Durch ihre mächtige Gabe – sie kann sich
in jede beliebige Person verwandeln – wird sie in der Stadt zur Meisterdetektivin. Da hier auch immer wieder Menschen verschwinden, muss sie diese bald nutzen, um das Verschwinden ihrer Freunde zu klären und dunkle Geheimnisse der Stadt zu lüften. – Der Auftaktband der neuen Reihe ist mitreißend, kurzweilig und spannend. Die überschaubar langen Kapitel werden durch knappe Überschriften eingeleitet, die aber nicht zu viel verraten und neugierig machen. Die Seiten sind nicht textüberladen, was einen Wohlfühleffekt bei den Lesenden auslöst. Die Geschichte steckt voller unerwarteter Wendungen, auch dass die Intensität der jeweiligen magischen Gabe von den Gezeiten abhängig ist, verursacht stellenweise Nervenkitzel. Man ist am Ende definitiv gespannt, wie es weitergeht. An sich ist die Geschichte in sich abgeschlossen, lässt aber auf weitere Teile hoffen.
Victoria Panradl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Diebin der vielen Gesichter
Clare Harlow ; mit Illustrationen von Sanna Wandte ; übersetzt aus dem Englischen von Sabrina Sandmann
Schneiderbuch (2025)
Magic of Moon and Sea ; Band 1
286 Seiten : Illustrationen, Karten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10