Notstand
Die Erzählerin erlebt den Lockdown in ihrer Wohnung in der Stadt. Sie guckt aus dem Fenster und sieht ihre Nachbarn, die ihr vertraut, aber dennoch fremd sind. In Gedanken reist sie zurück in ihre Kindheit in Yorkshire in den 1990ern. Dabei erinnert
sie sich an das Leben der Menschen dort und der anderen Kinder in der Schule. Das größere Augenmerk liegt allerdings auf den Beobachtungen von Flora und Fauna, die das Dorf umgeben. Insbesondere ein Steinbruch, an dem früher Turmfalken und Wildmäuse gesichtet wurden und heute Kies für die ganze Welt abgebaut wird, steht dabei im Mittelpunkt. - Die Beschreibungen der Natur sind sehr detailliert und geben dem Buch eine starke Atmosphäre. Ausschließlich anhand von Erinnerungen und Beobachtungen thematisiert das Buch die Klimakrise und den Einfluss des Menschen auf die Natur. Es regt zum Nachdenken an und bietet Stoff für Diskussionen.
Theresa Linhard
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Notstand
Daisy Hildyard ; aus dem Englischen von Esther Kinsky
Suhrkamp (2024)
237 Seiten
fest geb.