Der Sommer der toten Puppen
Nachdem Inspektor Héctor Salgado einen afrikanischen Mädchenhändler krankenhausreif geschlagen hat, sieht er sich einer internen Ermittlung ausgesetzt. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als Kommissar Savalls Vorschlag, die Ermittlungen zum Unfalltod
von Marc Castell zu übernehmen, Sohn von Joana Vidal und des Großunternehmers Enric Castell, einem Mitglied der alten Garde Barcelonas und überaus einflussreich. Ein Auftrag, bei dem es mehr zu verlieren gibt, als zunächst erwartet, denn je tiefer Salgado in der Familiengeschichte gräbt, umso verstörendere Tatsachen kommen ans Licht - und ein Unfalltod wird immer unwahrscheinlicher. Dann geschieht ein zweiter vermeintlicher Selbstmord im Freundeskreis von Marc. - Ein durchaus gelungener Roman, mit überzeugenden Charakteren und einer stimmigen Geschichte; eine Fortsetzung ist geplant. Für alle Bestände empfohlen. (Übers.: Thomas Brovot)
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Sommer der toten Puppen
Antonio Hill
Suhrkamp (2012)
Suhrkamp-Taschenbuch ; 4370 : Suhrkamp nova
369 S.
kt.