Der Horror der frühen Medizin
Die Anfänge der Medizin sind nicht wirklich lustig: Leichenraub steht auf der Tagesordnung, blutige Operationen werden gezeigt wie Kirmesspektakel und giftige Elemente wie Arsen und Quecksilber werden als Heilmittel verschrieben. Das Unwissen der
Ärzte im 19. Jh. ist sagenhaft und jeder Arztbesuch entwickelt sich zu einem Albtraum - im Großen und Ganzen tragen die Ärzte wenig zum Überleben eines Patienten bei ... Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert und ein neues Zeitalter einläutet. - Lindsay Fitzharris, Medizinhistorikerin in Oxford und youtuberin, erzählt sehr kurzweilig und echt schonungslos von einer wirklich unglaublichen Epoche. Wie ein junger Student durch Aufmerksamkeit und Beobachten die Anfänge von Antisepsis und sterilem Arbeiten entdeckt und durchführt - und so die Leiden vieler Menschen lindert. Ein spannendes Buch über ein beeindruckendes Leben - und gerne für alle Bestände empfohlen.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Horror der frühen Medizin
Lindsey Fitzharris
Suhrkamp (2018)
275 S.
kt.