... und mir bleibt der hässliche Hund

Durch einen Verkehrsunfall verliert der 16-jährige Felix seine Eltern und seine kleine Schwester Isa. Deren kleiner Hund Bolt hat im Kofferraum überlebt. Felix muss sich nun allein um den "hässlichen" kleinen Hund kümmern, und Bolt wird in der ... und mir bleibt der hässliche Hund Not für ihn unentbehrlich. Auch zur Traumatherapie begleitet er ihn, wo Felix auf den gleichaltrigen, kriegstraumatisierten Mo aus Syrien trifft. Beide Jungs werden gute Freunde. Sie erzählen einander von ihren Panikattacken. Felix fürchtet sich u.a. vor Zügen, Mo u.a. vor Sirenen und Blaulicht. Eines Tages beschließen sie, selbst etwas gegen ihre Ängste zu tun. Mit Hilfe von Marie, in die Felix verliebt ist, wagen sie sich freiwillig an diesbezügliche Mutproben. Als die Jungs für eine besonders große Challenge allein auf einen hohen Kran steigen und die Polizei mit Blaulicht und Martinshorn anrückt, fällt Mo in luftiger Höhe in Schockstarre. – Es geht um traumatische Erlebnisse, um Verlust, Verantwortung, Freundschaft und erste Liebe, um Coming of Age. Die Autorin, geb. 1993, studierte Lehrerin und promovierte Elefantenforscherin, greift in ihrem Debütroman das Thema auf berührend warmherzige Weise auf und beschreibt die Situationen, insbesondere die psychischen Befindlichkeiten, akribisch genau und einfühlsam. In Ich-Form aus der Sicht von Felix erzählt liest sich das Buch leicht und flüssig und ist dem anvisierten Alter ab 13 Jahren angepasst, eignet sich aber auch bestens für den Erwachsenenbereich.

Barbara Riedl

Barbara Riedl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

... und mir bleibt der hässliche Hund

... und mir bleibt der hässliche Hund

Franziska Hörner
Thienemann (2025)

255 Seiten
kt.

MedienNr.: 623829
ISBN 978-3-522-20401-9
9783522204019
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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