Bruderherz

Kain Wellershoff arbeitet seit Jahren in der Firma seines Vaters Adam, während sein Bruder Abel als Künstler der Familie den Rücken gekehrt hat. An des Vaters 65. Geburtstag taucht Abel plötzlich auf und wird mit offenen Armen empfangen. Das ruft Bruderherz den Neid Kains auf den Plan und beide Brüder streiten sich heftig. In derselben Nacht verschwinden Abel sowie seine weibliche Begleitung spurlos, Kain wird als Hauptverdächtiger des Mordes an seinem Bruder angeklagt. Er beteuert seine Unschuld, doch wird es seiner gewieften Anwältin gelingen, das Gericht davon zu überzeugen? - Der Gedanke, die uralte biblische Geschichte vom Brudermord in die heutige Zeit als Kriminalfall zu transportieren, besticht, die Umsetzung allerdings ist weniger gelungen. Andreas Hoppert, selber Richter, hat bereits einige Krimis veröffentlicht, doch wirklich fesseln kann sein neuster Coup nicht. Zwar verfolgt man gespannt die Wendungen des Falls, bei denen einige Fallstricke den Leser in die Irre führen, dennoch wirken die Figuren stereotyp, handeln klischeehaft. Hinzu kommt das Wissen um den Ausgang des Geschehens, das zudem Spannung nimmt. Trotz des für KÖBs interessanten Themas muss das Buch nicht unbedingt im Bestand stehen.

Beate Mainka

Beate Mainka

rezensiert für den Borromäusverein.

Bruderherz

Bruderherz

Andreas Hoppert
Gabriel (2013)

271 S.
kt.

MedienNr.: 376805
ISBN 978-3-522-30323-1
9783522303231
ca. 12,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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