Mein Herz knistert auf Papier
Spirelli hat wegen einmaligen Zuspätkommens und wegen einer Fünf in Latein Hausarrest, inklusive Handy- und Laptop-Verbots. Ihre Freundinnen Manon und Tiätsch, die sie von gemeinsamen Chorproben kennt, aber die andere Schulen besuchen, halten dennoch
heimlich Kontakt zu ihr via Briefbuch, das hin- und hergeschmuggelt wird. Darin tauschen sich die drei über all die Themen aus, die Teenager so bewegen: ihre Sehnsüchte, Zukunftspläne und die Probleme mit ihren Familien. Als der Stubenarrest vorbei ist, beschließen die Freundinnen, sich weiter schriftlich auszutauschen, weil das Schreiben ihnen hilft, ihre Gedanken und Gefühle genauer zu reflektieren. Auf diese Weise halten sie sich gegenseitig einen Spiegel vor und geben sich Antworten auf ihre (Lebens-)Fragen. - Der Ton der drei Mädchen ist anfangs etwas schwer auseinanderzuhalten, aber anhand der Kapitelüberschriften wird klar, wer spricht. Außerdem sind Eigenheiten im Schriftbild zu erkennen. Die Autorin schrieb ihren Roman als Stipendiatin auf der Grundlage eines anonymen Fragebogens, auf dem dreizehn- bis achtzehnjährige Mädchen Auskunft über ihr Leben, ihre Träume, ihr Verhältnis zum Tod und ihre Zukunftsvorstellungen gaben. - Für alle Leserinnen in diesem Alter sehr zu empfehlen.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Mein Herz knistert auf Papier
Simone Trieder
Planet Girl (2012)
140 S.
fest geb.