Alles schweigt
Mae arbeitet für eine zwielichtige PR-Agentur in Hollywood und kümmert sich für prominente Klienten mit allen - auch schmutzigen - Mitteln um ein positives Bild in der Öffentlichkeit (trotz gewaltiger Verfehlungen). Als ihr Vorgesetzter ermordet
wird, begibt sie sich auf die Suche nach Tätern und Hintergründen. Gleichzeitig muss ihr ehemaliger Freund Chris in einem Security-Job tätig werden. Als sie sich begegnen, realisieren sie, wie ihre Fälle und Aufgaben zusammenhängen. Es geht um das Vertuschen mehrerer Verbrechen (Missbrauch, Drogen, Korruption), die das Firmenkonglomerat ihrer übermächtigen Auftraggeber bedrohen. Düster, zynisch und hart kommen sie den krummen Sachen näher und können doch nicht wirklich etwas ausrichten. Im Wechsel von Mae und Chris wird eine bittere Geschichte erzählt, die zunehmend an Fahrt gewinnt, aber desillusionierend und trostlos endet.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Alles schweigt
Jordan Harper ; aus dem Englischen von Conny Lösch
Ullstein (2023)
375 Seiten
fest geb.