Der König

Mitte des 19.Jahrhunderts in Persien: Naser al Din wird König des Landes. Sein verstorbener Vater hat den Wesir Mirza Kabir versprechen lassen, ihn zu beraten und zu begleiten. Damit steht dieser in krassem Gegensatz zu der Mutter des Königs, die Der König auf den alten Familientraditionen beharrt. Der Wesir dagegen sieht die Notwendigkeit, das gesamte Volk an Bildung, die Öffnung zur Welt und die europäische Moderne heranzuführen. Der Schah fühlt sich zwischen den beiden Polen zerrissen, doch gibt er sich schließlich den konservativen Kräften geschlagen. Das wiederum erbost das persische Volk und Konflikte brechen auf. - Sowohl ein märchenhaft anmutendes Gleichnis über das Schicksal eines Königs, der sich über die Realität hinweg täuschen will wie auch ein dichtes Gemälde der Zeit, das in bildreicher, farbiger Sprache gleichzeitig die Konflikte des heutigen Irans andeutet. So ergibt sich der sehr faszinierende Eindruck einer Dokumentation in der Gattung eines orientalischen Märchens. Allen Beständen sehr empfohlen. (Übers.: Christiane Kuby)

Susanne Körber

Susanne Körber

rezensiert für den Borromäusverein.

Der König

Der König

Kader Abdolah
Ullstein (2013)

395 S.
fest geb.

MedienNr.: 389172
ISBN 978-3-550-08888-9
9783550088889
ca. 21,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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