Alles wird Asche
Im Umfeld eines Frankfurter Software-Unternehmens kommt es zu einer Mordserie. Die Brinkhoff Group hat sich rasant aus einem kleinen Startup zu einem milliardenschweren Tech-Konzern entwickelt. Der charismatische Gründer kam vor einigen Jahren bei
einem Kletterunfall am Mount Everest zu Tode. Seine Tochter Geraldine führt seitdem die Brinkhoff Stiftung und das Family Office. Enge Weggefährten ihres Vater Patrick sterben einen qualvollen Tod und das K11 aus Hofheim muss komplexe Strukturen entwirren. Kommissarin Pia Sander ist persönlich enttäuscht und angeschlagen vorzeitig aus Namibia zurückgekehrt und beendet ihr geplantes Sabbatjahr. Sie ist froh, ihre Kollegen wieder unterstützen zu können. Der letzte Fall („Monster“) verfolgt vor allem den Leiter des Kommissariats Oliver von Bodenstein in Gedanken noch immer. – Band 12 der erfolgreichen Serie handelt von einer komplexen Familiengeschichte im Unternehmermilieu und dem Siegeszug der Künstlichen Intelligenz. Das Personenverzeichnis und der Stammbaum der Familie Brinkhoff sind hilfreich, um der vielschichtigen Handlung gut folgen zu können. Es gibt auch einige Anknüpfungspunkte zu früheren Bänden, die meist kurz erläutert werden, damit auch „Neueinsteiger“ mitkommen. Der Krimi spielt zwar zur Corona-Zeit, aber die Autorin hat diese Problematik ganz bewusst ausgeklammert. Die große Fangemeinde der Taunuskrimis kann sich auf spannende Unterhaltung mit überraschenden Twists freuen.
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Alles wird Asche
Nele Neuhaus
Ullstein (2026)
559 Seiten
fest geb.