Der Club der kalten Hände
Lizzys Eltern haben ein Bestattungsunternehmen. Lizzy gründet mit ihren Freunden eine Bande, den "Club der kalten Hände", denn sie wollen auf eigene Faust mehr darüber erfahren, was passiert, wenn jemand stirbt. Sie schauen sich an, wie ein muslimischer
Mann gewaschen wird, sehen Trauernde neben dem Sarg im Abschiedsraum und beobachten einen Trauerzug mit einem toten Kind. Bei der Trauerfeier eines jungen Batman-Fans verkleiden sie sich alle als Superhelden. – Die österreichische Autorin ist selbst Bestatterin und spezialisiert auf das Abschiednehmen am offenen Sarg und individuelle Trauerfeiern. Die zweite Hälfte des Buches bildet das Bandenbuch. Es enthält die Steckbriefe der Mitglieder, die notierten Fragen und Antworten rund um den Tod, Witze und einen Auszug aus dem Kalender der Eltern. Er zeigt Termine von Gesprächen mit Angehörigen, Reinigungen, Gottesdiensten bis zu Bestattungen. Das Buch vermittelt Kindern frech illustriert, niedrigschwellig, unverkrampft und alles andere als todernst das Thema Tod. Es zeigt Kindern ab 8 Jahren die vielfältigen Aufgaben von Bestatterinnen und Bestattern, die am Ende des Lebens helfen.
Melanie Schubert
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Club der kalten Hände
Christine Pernlochner-Kügler ; Illustration: Valerie Tiefenbacher
Carlsen (2025)
95 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8