Der Besuch vom kleinen Tod

"Der Tod ist eine reizende kleine Person. Doch das weiß niemand." Und so sehr sich dieser kleine Sensenmann auch bemüht, keiner von denen, die er holt, redet mit ihm. Im Gegenteil, sie erschrecken und deuten alles falsch, sogar vom Feuer im Kamin, Der Besuch vom kleinen Tod das er entzündet, weil sie frieren, meinen sie, es sei die Hölle. Mit dem Mädchen Elisewin wird alles anders. Sie freut sich, dass der Tod sie holt (sie war schwer krank), lehrt ihn alle Spiele und bringt Freude in sein Leben. Doch sie muss gehen und Tod ist traurig, bis Elisewin als Engel wiederkommt. Wenn sie ihn jetzt begleitet, braucht niemand mehr Angst zu haben. Die Illustrationen leben vom starken Schwarz-Weiß-Kontrast, den nur wenige Farbakzente abmildern. - Der Tod als kindlicher Sensenmann (ist das ein Bild, das heutige Kinder noch verstehen?): eine neue Idee im Reigen der Bücher, die Kindern eine Vorstellung vom Tod vermitteln wollen. Schön ist die Idee schon, dass der Tod klein, leise, besorgt ist und es jemanden gibt, der sich freut, von ihm geholt zu werden. Auch wenn keine religiösen Anklänge vorhanden sind, kann es vielleicht den ganz großen Schrecken eindämmen. - Ein bedenkenswertes Buch, gerne als weitere Nuance in diesem Themenkreis empfohlen.

Astrid Frey

Astrid Frey

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Besuch vom kleinen Tod

Der Besuch vom kleinen Tod

Kitty Crowther
Carlsen (2011)

[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 342244
ISBN 978-3-551-51758-6
9783551517586
ca. 12,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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