Numbers - den Tod im Blick

Jem, die Protagonistin der Debütautorin aus England, wächst nach dem Drogentod ihrer Mutter in Pflegefamilien auf, ist sozial auffällig und bleibt am liebsten allein. Denn sie hat seit dem Tod ihrer Mutter eine besondere Gabe, die sie aber eher Numbers - den Tod im Blick als Fluch empfindet. Sie kann in den Augen ihrer Gegenüber eine Zahl sehen: das Todesdatum der Person. Unverhofft fällt ein großer schwarzer Junge in ihr Leben, "Spinne", und ganz langsam entwickelt sich so etwas wie Freundschaft. Als sie einen Ausflug zum "London Eye" an die Themse machen, passiert es - alle Menschen in der Warteschlange haben dieselbe Zahl. Ein Attentat auf das bekannte Wahrzeichen mit mehreren Toten und die Jugendlichen werden zu Gejagten, die dennoch versuchen, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. - Temporeicher Thriller mit zarter Liebesgeschichte zweier Jugendlichen aus einem Londoner "Problemviertel", die sich mit Fragen nach Tod und Endlichkeit des Lebens und des vorherbestimmten Schicksals auseinandersetzen müssen. Sensibel geschriebene, realitätsnahe Geschichte, die zum Schluss aber etwas überfrachtet wirkt und Brüche aufweist. Bedingt empfohlen. (Übers.: Uwe-Michael Gutzschhahn)

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Numbers - den Tod im Blick

Numbers - den Tod im Blick

Rachel Ward
Chicken House (2011)

362 S.
kt.

MedienNr.: 564781
ISBN 978-3-551-52007-4
9783551520074
ca. 13,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: J
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