Ziemlich krumme Dinger
Paisley, ein rebellischer Teenager, fliegt ständig von der Schule und riskiert gerne eine große Klappe. Dagegen ist Beau, ihr Zwillingsbruder recht angepasst und lebt bei ihrer Großmutter. Beide sehnen sich nach ihrem Vater. Nachdem dieser ins Gefängnis
musste, will er nichts mehr mit seinen Kindern zu tun haben. Das jedenfalls behauptet ihre Großmutter. Aber dann findet Beau die Briefe seines Vaters, die dieser wöchentlich an seine Kinder geschrieben hat und die von der Großmutter unterschlagen wurden. Beau informiert sofort seine Schwester, und nachdem sie die Pistole und den Wagen der Oma gestohlen haben, machen sich die beiden quer durch die USA auf den Weg, ihren Vater wiederzusehen. - Diese Roadstory lebt von der authentischen, oft rüden Teenagersprache, den rasanten Dialogen und den unterschiedlichen Charakteren der Protagonisten. Die Verfolgungsjagd steckt voller Energie, lebt von der Tragik, in die die Mitglieder dieser Familie verstrickt sind, und lässt die Leser bis zum überraschenden Ende nicht mehr aus ihrem Bann. - Ein gelungenes Erstlingswerk!
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Ziemlich krumme Dinger
C. J. Skuse
Chicken House (2012)
364 S.
kt.