Kiss me, kill me
Der Wohnort Emilies wird vor allem von Militär-Personal bewohnt; ihr Vater gehört dazu. Doch er ist dienstuntauglich wegen seiner posttraumatischen Belastungsstörung, nachdem er bei einem Einsatz versehentlich eine junge Zivilistin erschossen hat.
Als er eines Nachts mit der toten Ashley nach Hause kommt, glauben alle, auch er selbst, dass er ihr Mörder war. Nur seine Tochter begibt sich auf Spurensuche, um seine Unschuld zu beweisen. Ashleys Freund Damon ahnt, dass in der Todesnacht noch etwas anderes passiert sein muss. - Abwechselnd lässt die Autorin beide Jugendliche ihre Sicht der Geschehnisse erzählen, mit vielen Einblicken in deren psychische Befindlichkeit. Vor allem zum Ende spannend und für psychologisch Interessierte zu empfehlen. Die Geschichte zeigt auch die psychologischen Probleme von Familien nach Kriegseinsätzen. (Übers.: Beate Schäfer)
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Kiss me, kill me
Lucy Christopher
Chicken House (2014)
376 S.
kt.