Ich sehe was, was niemand sieht
Niemand weiß, was Charley sieht. Die junge Schülerin wird von Visionen verfolgt, die ihr wie "Blitze" Einblicke in den Todeskampf ermordeter Mädchen geben. Immer wieder sieht sie einen heranrasenden, schnaufenden Zug, einen leblosen Körper auf
den Gleisen, ein Mädchen, das um Hilfe schreit. Nie sieht sie den Täter. Obwohl ihr weder ihr Vater noch ihre Schulkameraden glauben, ist sich Charley sicher, dass ihre Visionen der Realität entsprechen und es sich um Morde handelt. Bis sie den Polizeibeamten Tom Henson trifft, der in dem Fall eines Mädchen namens Kerry Underwood ermittelt, das auf den Gleisen umgekommen ist. Charleys Visionen von dem mysteriösen Mord an Kerry bestätigen den Verdacht des jungen Polizisten, dass ein Mörder auf freiem Fuß ist. Zusammen beginnen Tom und Charley zu ermitteln, denn anders als alle anderen, schenkt Tom ihr Glauben und nimmt sie ernst. Charley gerät immer tiefer in die Ermittlungen und bringt sich dabei auch selbst in Gefahr. Werden sie und Tom den mysteriösen Fall aufklären können? Tim O'Rouge, der hauptberuflich als Polizist arbeitet, schafft einen spannenden Mystery-Thriller für Jugendliche, der bis zum Ende Nervenkitzel garantiert. Das Cover illustriert die Handlung ganz getreu dem Originaltitel "Flashes", da auch Charleys Welt wie der Titel auf den Kopf gestellt ist. Sehr empfehlenswert. (Übers.: Frank Böhmert)
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich sehe was, was niemand sieht
Tim O'Rourke
Chicken House (2015)
326 S.
kt.