Naya
Nayas fluffige, wallende Lockenpracht fällt auf. Was immer das kleine Mädchen auch tut oder wo sie hinkommt, als erstes wird sie darauf angesprochen. Meist positiv und Naya freut sich. Als aber eines Tages ein Kind beginnt, sie wegen ihrer Haare
zu hänseln und alle anderen mitmachen, möchte Naya ihre Haare am liebsten nur noch verstecken. Als Ella, ein Mädchen mit Diabetes, neu in ihre Kita-Gruppe kommt, entsteht eine zarte Freundschaft zwischen den Beiden. Ella braucht eine Insulinpumpe und das finden die anderen Kinder ebenfalls komisch. Doch Ella lässt sich nicht beleidigen, und sowieso ist ihr schnurzpiepegal was die anderen über sie denken oder sagen. Naya bewundert Ella dafür und beginnt, ihren Selbstwert zu erkennen. – Eine starke Botschaft über den unterschiedlichen Umgang mit der Wahrnehmung anderer. Kurzweilig vorzulesen. Witzig und knallbunt illustriert macht dieses Buch Lust, einfach auch mal auf die Meinung von anderen zu pfeifen und man selbst zu sein. Und ganz nebenbei lassen sich beim Vorlesen auch noch Themen wie Integration und Akzeptanz fördern. Eine schöne Botschaft, daher gerne empfohlen.
Denise Müller
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Naya
Lindiwe Suttle Müller-Westernhagen ; Illustrationen: Sawyer Cloud ; übersetzt von Sandjon Chantal-Fleur
Carlsen (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3