Papa ist ein Eisbär
Mare liebt ihren kleinen Bruder Danko. Wirklich. Auch wenn er etwas seltsam ist. Er trägt nur grüne Sachen, liebt Bücher über Tiere und die Natur und teilt mit jedem ungefragt sein Fachwissen. Gerne auch mit Fremden in der Straßenbahn, wenn er
mit seiner Schwester auf dem Weg zum Vater, den sie nur an einzelnen Wochenenden sehen, ist. Als er anfängt, mehrmals am Tag zu sagen: "Papa ist ein Eisbär", ist Mare zuerst erstaunt, dann genervt und manchmal traurig. Egal ob Mare ihn knuddelt oder knufft, er wiederholt den Satz immer wieder. Als sie dann gemeinsam einen Film über besagte Arktisbewohner sehen, weiß Mare endlich, was ihr Bruder meint und gemeinsam stellen sie fest: Nein, Papa ist kein Eisbär. – Selten wurde so einfühlsam mit so wenigen Worten und Erklärungen die Trennung der Eltern thematisiert. Die eindrucksvollen und lebensnahen Illustrationen, die die Geschichte weiterführen und ergänzen, runden dieses großartige Vorlesebuch ab. Bitte überall einsetzen!
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
Papa ist ein Eisbär
Edward van de Vendel & Saskia Halfmouw ; aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Carlsen (2026)
[64] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6