Dracula & Töchter
Mina lebt in der Stadt Temstown, die seit langer Zeit keinen Ausbruch von Vampirismus mehr erlebt hat und ihr ganzes Leben danach ausrichtet, dies auch tunlichst weiterhin zu verhindern, indem die Menschen der Stadt in verschiedenen Zünften arbeiten,
die alle Mittel für die Fernhaltung von Vampiren herstellen. Ebenso gehören bestimmte Vampir-Rituale fest zum Leben in Temstown dazu. Doch als die berühmte Sängerin Elsie Irving auf mysteriöse Art und Weise stirbt und Mina mit ihrer Cousine auf dem Friedhof entdecken, dass sich Elsie in eine Vampirin verwandelt hat, ändert sich alles. Auch Minas bester Freund Varney wurde gebissen und für Mina, ihre Schwester und ihre Cousine steht fest, dass sie Varney helfen müssen. Stück für Stück kommen dabei Geheimnisse ans Licht, die alles in Frage stellen, was die Mädchen bisher über Vampire wussten. Die Cousinen finden heraus, dass sie von Dracula abstammen und somit selbst Vampirblut in sich tragen. In einem rätselhaften Buch finden sie Hinweise darauf, dass Vampire geheilt werden können, und so setzen sie ihre besonderen Vampirfähigkeiten ein, um ihren Freund zu heilen und der Welt zu zeigen, dass nicht jeder Vampir mit einem Weißdornpfahl oder Silberdolch gepfählt werden muss. Schaffen die drei es rechtzeitig, Varney zu heilen und Elsie Irvings Tod aufzuklären, um sie dann zurück in ihr Grab zu geleiten, bevor der anstehende Neumond die Vampirkraft verstärkt? – Dieses Jugendbuch verbindet Abenteuer, Humor, Grusel und starke Heldinnen perfekt miteinander. Statt der klassischen Monsterjagd bekommt das Vampir-Thema durch die Empathie der mutigen und cleveren Cousinen und ihre Idee der Heilung einen modernen, spannenden und zugleich herzerwärmenden Twist. Das macht definitiv Lust auf mehr.
Ulla Hittmeyer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Dracula & Töchter
Emma Carroll ; aus dem Englischen von Fabienne Pfeiffer
Carlsen (2026)
334 Seiten
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11