Das Mädchen mit den Schwefelhölzern schlägt zurück

Das Londoner East End 1887. Hier lebt Bridie, die 13-jährige Protagonistin, die gleich am Anfang der Geschichte das Märchen von H.C. Andersen kritisiert. Sie schildert den harten Alltag der Kinder, die in London die Schwefelhölzer verkaufen, und Das Mädchen mit den Schwefelhölzern schlägt zurück ihrer Mütter, die unter unmenschlichen Bedingungen in den Schwefelholzfabriken arbeiten müssen und dabei ihre Gesundheit auf Spiel setzten. Sie erzählt von dem Versuch, die Bedingungen zu verbessern, und wie sie das erreichen. – Trotz des sehr ernsten Themas schafft es die Autorin, dass die Geschichte nicht zu hart wird. Der „Matchgirls‘ strike“ von 1888 gilt als einer der eindrucksvollsten Proteste von Frauen. Hier werden die historischen Fakten an das bekannte Märchen gekoppelt. Es flackert immer wieder Hoffnung auf und ein bisschen Magie ist auch dabei. Die teils großformatigen Zeichnungen, die durchgängig schwarz-rot sind, lockern mit den Vignetten an den Kapitelanfängen, das Layout auf. Die Anmerkungen der Autorin und der Illustratorin ergänzen den historischen Kontext und werden durch Originalfotos ergänzt. Sehr empfohlen für kritische Leser:innen, gerne auch für Erwachsene.

Angela Hagen

Angela Hagen

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern schlägt zurück

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern schlägt zurück

Emma Carroll ; mit Bildern von Lauren Child ; aus dem Englischen übersetzt von Marion Hertle
Woow Books (2024)

198 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 753919
ISBN 978-3-03967-028-4
9783039670284
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 10
Systematik: K
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