Der Fluch der Schwestern
Auf der Insel Sundau leben zwei Schwestern mit ihrem Vater und der Stiefmutter: die bezaubernde, leuchtende Schwester Vanna, die als „Güldene“ von den Dorfbewohnern verehrt wird, und die versteckte, treu sorgende Channi, die als Kind mit einem
hässlichen Schlangengesicht verflucht wurde. Ihr ganzes Leben beschützt Channi ihre kleine Schwester Vanna, damit diese nicht auch der Dämonenhexe Angma zum Opfer fällt. Mit 17 nun soll die schöne Tochter in einer Auswahlzeremonie versteigert werden, damit das ärmliche Dorf und die Glaubensgemeinschaft zu Wohlstand kommen. Aber nicht alle Könige und Prinzen haben gute Absichten. Abermals wird die große Schwester zur Beschützerin und der Kampf mit der übermächtigen Dämonin und den anderen Königreichen beginnt. Trotz der Unterstützung aus der Familie der Schlangen kann am Ende die große Schwester das Leben der kleinen Schwester nicht beschützen. Alles ist verloren und Channi begibt sich auf eine Reise in ihr neues Leben am Hofe von Kiata als Stiefmutter von sieben Kindern. – Überbordende Fantasymischung aus Mythen und Märchen irgendwo in der tropischen Inselwelt Asiens. Mit Geschwisterliebe kämpfend durch den Dämonen- und Hexendschungel. Für weibliche Fantasyliebhaberinnen sicher gute Unterhaltung, auch wenn die Kampfszenen viel Raum einnehmen. Als Prequel zur Dilogie „Die sechs Kraniche“ (Spiegelbestseller) einstellbar.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Fluch der Schwestern
Elizabeth Lim ; aus dem Englischen von Beate Brammertz
Carlsen (2024)
445 Seiten : Karten
kt.