One room angel
Kouki, Anfang dreißig, ist ein richtiger Loser, der in einer heruntergekommenen Einraumwohnung haust. Er arbeitet nachts in einem kleinen Laden. Vor einiger Zeit ist von diesem Gebäude ein Schüler in den Tod gesprungen. Eines Nachts kommt es zu
einem Streit zwischen Kouki und einigen zwielichtigen Typen. Kouki wird fast totgeprügelt. In dieser Situation erscheint der Engel zum ersten Mal. Nach vier Wochen im Krankenhaus hat der junge Mann eine Menge Schulden, fühlt sich aber körperlich fitter als seit Jahren. Zuhause überrascht ihn der Engel. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und Kouki beginnt, sein Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Diese Slice of Life-Story ist atmosphärisch dicht, melancholisch, doch auch Mut machend. Die ausdrucksstarken Zeichnungen mit differenzierter Mimik und ausgearbeiteten Hintergründen tragen mit zur Qualität dieses Bandes bei.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
One room angel
Harada ; aus dem Japanischen von Gandalf Bartholomäus
Carlsen Verlag GmbH (2021)
Hayabusa
[unpaginiert]
kt.