WIR alle in unserer Klasse
Die Geschichte vermittelt ein klares Bild davon, wie vielfältig und komplex eine Schulklasse sein kann. Daniela Kunkel und Steffi Korda gelingt es, verschiedene Perspektiven der Schülerinnen und Schüler zu zeichnen, sodass jede Stimme gehört wird.
Der Ton ist empathisch und neugierig, ohne zu moralisieren, was es dem Leser erleichtert, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Das WIR erscheint dabei als zottelige grüne Figur mit roter Nase und Blümchenhaaren, das den Zusammenhalt unter den Kindern aufzeigt. Stilistisch fällt auf, dass die Autorin eine verständliche und lebendige Sprache wählt. Die Erzählweise bleibt nah an den Erfahrungen der Kinder, wodurch Konflikte, Freundschaften und Lernmomente authentisch wirken. Hin und wieder gelingt es ihr, humorvolle Nuancen mit ernsteren Themen zu verbinden, was der Geschichte eine angenehme Balance verleiht. Inhaltlich regt das Buch zum Nachdenken über Inklusion, Gruppendynamik und individuelle Stärken an. Es lädt dazu ein, über Vorurteile hinwegzusehen und die Einzigartigkeit jeder Schülerin und jedes Schülers zu schätzen. – Das Buch eignet sich gut, um Gespräche über Gefühle, Zugehörigkeit und Verantwortungsbewusstsein anzustoßen. Wer eine Geschichte sucht, die das Miteinander in einer Klasse erfahrbar macht, wird hier fündig. Für alle Büchereien sehr gut geeignet.
Bettina Sickenberger
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
WIR alle in unserer Klasse
von Daniela Kunkel und Steffi Korda
Carlsen (2025)
Einfach Lesen lernen : 1. Klasse
58 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6