Wikinger im Nebel - 2
Mangels Beute nehmen Wikingerchef Reidolf und seine Männer den Vorsteher des mittellosen Dorfs Ödloch, einen Bischof, als Geisel. Doch schon auf der stürmischen Rückfahrt versucht man, ihn schnell loszuwerden. In ihrer Heimat müssen sich die nicht
gerade sehnsuchtsvoll erwarteten Männer ihrem erfolgreichen Konkurrenten Krivik stellen, dessen Handelsgeschäfte mehr einbringen. Dieser lockt sie mit großspurigen Versprechen in den Süden. Dort wird die Horde alles andere als mit offenen Armen empfangen. Immerhin verliebt sich Reindolfs Sohn Arnulf dort unsterblich. Wieder (vgl. BP/mp 23/947) nimmt der Konflikt des heidnischen und christlichen Glaubens großen Raum in den lakonisch-bissigen Dialogen ein. In fünf Kapitel und halbseitige Gags eingeteilt, baut sich die Handlung um enttäuschte Erwartungen, falsch verstandene Männlichkeit und überkommene Traditionen weiter auf. Differenzen zwischen Männern und Frauen und pubertäres Verhalten zielen bewusst auf die Gegenwart, wobei die Autoren ebenso auf schwarzen Humor setzen. Ohazars (Rodolphe Lupano) reduzierte Grafik unterstreicht den Witz.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Wikinger im Nebel - 2
Wilfrid Lupano ; Ohazar ; aus dem Französischen von Thomas Schöner
Carlsen Comics (2025)
Wikinger im Nebel ; 2
62 Seiten : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10