Halbes Leben
Vor drei Jahren verschwand Jessicas Lebenspartner Jakob spurlos. Seitdem leidet Jessica an Depressionen. Als ihre Großmutter stirbt, verlässt Jessica Stockholm und verbringt den Sommer alleine im Haus ihrer Großeltern, während ihr Opa zusammen
mit Omas Bruder Victor eine Reise unternimmt. Überraschend erhält Jessica ein Buch, in dem ihre Großmutter den Bericht ihres Lebens verfasste. Jessica erfährt, dass ihr Opa eigentlich homosexuell ist und Omas Bruder Victor liebt. Als Oma von einem verheirateten Liebhaber geschwängert wurde, arrangierten ihre Eltern die Ehe mit Opa, um alle Skandale zu vertuschen. Alle drei fügten sich in dieses Dreiecksleben und fanden schließlich Gefallen daran. Aufgerührt und bewegt trifft Jessica tatsächlich Jakob wieder und findet den Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. - Autor Mats Strandberg quetscht ein wenig zu viel in dieses Buch: Selbstfindung, Homosexualität, Verfolgung, Depression etc. Schöne Passagen bleiben manchmal auf der Strecke. Trotzdem ist die Idee sehr ansprechend und als leichte Lektüre ist die Geschichte durchaus lesenswert. (Übers.: Gabriele Haefs)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Halbes Leben
Mats Strandberg
C. Bertelsmann (2011)
319 S.
fest geb.