Es wird schon nicht das Ende der Welt sein
Danny (13) und seine Familie betreiben eine Rinderstation in Australien. Der ältere Bruder ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die 14-jährige Schwester ist schwanger und weigert sich, den Vater preiszugeben. Eine Dürre trocknet das Land aus
und beim jährlichen Viehtrieb verenden so viele Tiere, dass der Weiterbestand der Station gefährdet ist. Und dann ist da noch eine Rucksacktouristin, die eigentlich die Mutter unterstützen soll, und Buzz, ein wildes Kamelfohlen, das zu Dannys "Projekt" wird und mit dem er sich aus Johnnys Schatten kämpft. - Das Leben ist hart und gefährlich, der Ton rau. Diskriminierung der Aborigines ist an der Tagesordnung, umso heftiger die Reaktionen, als bekannt wird, wer der Vater des Kindes ist. - Die notwendige Lebensgestaltung hat keinen Berührungspunkt mit der eines mitteleuropäischen Jugendlichen. Aber die Gefühlswelt ist universal: die Trauer um den großen Bruder, die Sehnsucht nach Anerkennung durch den Vater, der unbedingte Wille sich und der Umwelt zu zeigen, dass man ernst zu nehmen ist. Das alles und noch viel mehr in einer Sprache erzählt, die ungekünstelt und authentisch Leser wie Leserin mitreißt. - Unbedingt lesen und weiterempfehlen! (Übers.: Catrin Frischer)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Es wird schon nicht das Ende der Welt sein
Ali Lewis
cbj (2011)
316 S.
fest geb.